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Pflegeheimkosten bei Urlaub, Krankenhausaufenthalt und Reha

Stand:

Erfahren Sie, welche Kosten Sie bei einer längeren Abwesenheit zurückbekommen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Wohnen Pflegebedürftige für eine bestimmte Zeit nicht im Heim, steht ihnen eine Reduzierung der Pflegekosten zu. Ab dem vierten vollen Tag der Abwesenheit muss der Heimbetreiber das Entgelt für Unterkunft, Mahlzeiten und Pflege senken.
  • Für Empfänger von Leistungen der Pflegekasse ist auf Landesebene geregelt, um wie viel Prozent das Entgelt bei Abwesenheit reduziert wird. Minimum sind 25 Prozent.
  • Selbstzahler in einer Pflegeeinrichtung sollten sich vertraglich absichern und Regelungen zur Abwesenheit schriftlich festhalten.
Eine Seniorin packt ihre Koffer
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Kostenersparnis ab dem vierten Tag Abwesenheit

Es gibt Situationen, in denen pflegebedürftige Menschen für eine bestimmte Zeit nicht im Pflegeheim wohnen. Das können schöne Gründe sein: Zum Beispiel ein Sommerurlaub am Meer oder ein Familienbesuch über Weihnachten. In anderen Fällen ist der Anlass für die Abwesenheit aus gesundheitlichen Gründen erforderlich – wie zum Beispiel bei einem Krankenhaus- oder Rehaaufenthalt.

Wenn Sie mehr als drei volle Tage am Stück nicht im Pflegeheim wohnen, muss der Pflegeheimbetreiber das Heimentgelt senken. Denn durch Ihre Abwesenheit spart er Geld. Diese Kostenersparnis muss er – zumindest teilweise – an Sie weitergeben. Wenn Sie nur kurz weg sind (bis zu drei Tagen), müssen Sie damit rechnen, den vollen Preis zu bezahlen, auch wenn Sie bestimmte Leistungen nicht in Anspruch nehmen. Das gilt sowohl für Privatzahler als auch für Bewohner, die die Leistungen der Pflegekasse oder eines Sozialhilfeträgers in Anspruch nehmen.

Anspruch auf den Heimplatz bei Abwesenheit

Wenn Sie in einem Pflegeheim leben und Leistungen der Pflegekasse oder eines Sozialhilfeträgers beziehen, muss der Pflegeheimunternehmer Ihren Platz für 42 Tage im Jahr freihalten. Dieser Zeitraum verlängert sich um die Tage, die Sie möglicherweise im Krankenhaus oder in einer Rehabilitationseinrichtung verbringen. Oder anders formuliert: Sie können das Pflegeheim für maximal 42 Tage im Jahr verlassen, um Urlaub zu machen oder Ihre Familie zu besuchen, ohne dass Sie dabei den Anspruch auf Ihren Heimplatz verlieren.

Diese Kosten bekommen Sie bei Abwesenheit im Pflegeheim zurück

Wenn Sie Leistungen der Pflegekasse oder eines Sozialhilfeträgers erhalten und länger als drei Tage abwesend sind, muss der Pflegeheimbetreiber mindestens 25 Prozent von den Kosten für Unterkunft, Pflege und eventuell für Zuschläge eine integrierte Versorgung abziehen. Das ist die gesetzliche Untergrenze.

Es ist möglich, dass Sie mehr Kosten erstattet bekommen. Welcher Prozentsatz für Sie gilt, ist davon abhängig, in welchem Bundesland Sie leben. Denn die konkrete Zahl wird zwischen den Verbänden der Pflegekassen und den Unternehmern in einem Rahmenvertrag auf Landesebene vereinbart. Bei Ihrer Pflegekasse erfahren Sie, welcher Prozentsatz für Sie gilt. Außerdem haben Sie einen Anspruch darauf, dass der Pflegeheimbetreiber Ihnen den aktuell gültigen Rahmenvertrag vorlegt.

Investitionskosten werden nicht erstattet

Der Betrag, den jeder Heimbewohner monatlich an das Pflegeunternehmen bezahlt, setzt sich aus verschiedenen Posten zusammen. Pflege, Unterkunft und Mahlzeiten, zum Beispiel, machen einen Teil des Heimentgelts aus. Darüber hinaus ist jeder Heimbewohner an den Investitionskosten beteiligt. Das sind Kosten, die dem Heimbetreiber unter anderem für Umbau- und Instandhaltungsmaßnahmen entstehen.

Da das Unternehmen durch Ihre Abwesenheit keine Kostenersparnis bei diesen Aufwendungen hat, müssen Sie diesen Teil des Heimentgelts in aller Regel in voller Höhe weiterbezahlen. In diesem Artikel erhalten Sie auch weitere Informationen, welche Kostenpunkte in einem Pflegeheim auf Sie zukommen.

Selbstzahler sollten Regelungen zur Abwesenheit vertraglich festhalten

Wenn Sie als Selbstzahler in einer Pflegeeinrichtung wohnen, sollten Sie darauf achten, dass Ihr Vertrag einen konkreten Pauschalbetrag oder einen Prozentsatz enthält, um den das Entgelt bei Abwesenheit reduziert wird. Auch sollte festgehalten sein, wie lange Ihnen der Betreiber die Räumlichkeiten freihalten muss, wenn Sie abwesend sind. Diese Punkte sind vom Gesetz nicht geregelt. Eine vertragliche Vereinbarung verhindert, dass Sie im Fall der Fälle eine langwierige Auseinandersetzung mit dem Heimbetreiber führen müssen.

Heimkosten bei dauerhafter Abwesenheit

Es gibt Fälle, in denen der Heimbewohner nicht zurückkehrt. Zum Beispiel wenn er nach einem Krankenhausaufenthalt verstirbt. Oder sich nach einem längeren Rehaaufenthalt dazu entscheidet, das Heim zu wechseln. Sicher ist, dass der Heimbetreiber bei einer dauerhaften Abwesenheit nicht das volle Entgelt verlangen darf. Da das Gesetz auch hier einigen Spielraum lässt, ist es empfehlenswert, die Regelungen zur dauerhaften Abwesenheit vertraglich zu fixieren. für Sie zusammengefasst. Welche Schritte Sie als Angehörige unternehmen müssen, wenn ein Heimbewohner verstirbt, erfahren Sie hier.