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Wasserbehandlungsanlagen, Dosieranlagen und Kalkschutzgeräte im Haushalt

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Überlegen Sie gut, ob der Einbau einer Wasserbehandlungsanlage überhaupt nötig ist. Unser Trinkwasser ist flächendeckend von sehr guter Qualität und kann bedenkenlos benutzt und getrunken werden. Auch wenn es kalkhaltig ist. Lassen Sie sich im Zweifel vorher von unabhängigen Experten beraten.

Filter mit Filtereinsatz
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Einzig sinnvolle und vorgeschriebene Außnahme ist der Partikelfilter am Hausanschluss der Wasserleitung neben der Wasseruhr. Er schützt die Wasserrohre im Haus vor Rostpartikeln. Dieser Filter muss regelmäßig gespült oder gewechselt werden. Bauen Sie solche Anlagen nicht selbst ein. Dies dürfen nur Installationsfirmen mit der Genehmigung des Wasserversorgers.

Wenn sie mit einer Anlage ihre Wasserrohre vor Korossion / Lochfraß schützen wollen, klären sie zunächst mit Hilfe eines Gas und Wasser Installateurs die Ursache ab. Oft sind es Fehler, die anders behoben werden müssen.

Worauf soll man beim Betrieb von Wasserbehandlungsanlagen achten?

  • Lassen Sie alle in die Wasserleitungen eingebauten Anlagen regelmäßig von Fachleuten warten!
  • Filter, Patronen, Kartuschen oder Pads regelmäßig wechseln. Filter können unbemerkt durchbrechen und zurück gehaltene Stoffe in konzentrierter Form ins Wasser zurück leiten.
  • Wer aus irgendeinem Grund eine Wasseraufbereitung wünscht, sollte bei der Auftragsvergabe darauf achten, dass nur dem Stand der Technik entsprechende, normgerechte Verfahren angewandt werden und die eingesetzten Geräte das DVGW- (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.) oder DIN-Prüfzeichen tragen.
  • Wesentliche Veränderungen an der Trinkwasseranlage dürfen laut AVBWasserV (Verordnung über allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Wasser) nur durch das Wasserversorgungsunternehmen selbst oder durch von ihm eingetragene Installationsfirmen erfolgen.

Dosieranlagen

Dosieranlagen versetzen Leitungswasser mit Phosphat und/oder Silikat. Damit soll die Korrosion (Auflösung/Zerstörung) der Rohrleitungen vermindert und das Wasser durch Ummantelung der Calcium- und Magnesiumionen enthärtet werden.

Nachteile: Die Wirksamkeit der Anlage nimmt mit steigender Wasserhärte, Verweilzeit und Temperatur ab. Die zusätzliche Aufnahme von Phosphat ist, auch wenn es sich nur um geringe Mengen handelt, unerwünscht.

Ein Wort zu Rostpartikeln: Dosieranlagen können Leitungen zwar möglicherweise vor weiterer Korrosion schützen und Filter die Rostpartikel aus Ihrem Leitungswasser heraushalten. Die Ursache der Korrosion sollten Sie aber auf jeden Fall durch einen Fachmann abklären und ggf. beheben lassen.

Kalkschutzgeräte

Die so genannte "physikalische Wasserbehandlung" hat allein das Ziel, das Wasser zu enthärten. Ohne chemische Zusätze und ohne Veränderung der Zusammensetzung des Wassers soll sie verhindern, dass sich Calcium und Magnesium als schwer lösliche Carbonatverbindungen absetzen.

Nachteile: Geräte ohne DVGW-Prüfzeichen (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.) sind häufig wirkungslos. Wirksam sind bisher nur Modelle, die auf dem Prinzip der "Impfkristallbildung" beruhen. Magnetismus, Induktion und Elektrostatik vermindern die Kalkablagerung nicht. Anschaffung, Einbau und Wartung sind teuer.